Männer Finanzen

Nachdem ich mal über Männer und ihre Angst vor Vorsorge geschrieben hatte, ist mir aufgefallen, dass es etwas Ähnliches im Bereich der Finanzen gibt. Alle Medien trichtern uns heutzutage ein, dass unsere Renten nicht mehr allzu hoch ausfallen dürften.
Wenn man sich die demographischen Strukturen anschaut und überlegt, wie sich die Gesellschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verändern dürfte, kann man schon ins Grübeln geraten. Private Vorsorge ist also wichtig.

Frauen weichen dem offenbar noch mehr aus als Männer. Doch auch viele Männer machen entweder gar nichts (Verdrängung) oder Riestern und gut ist. Es ist aber wichtig, sich mit dem Thema etwas intensiver zu befassen.

Wie sonst kann man sicherstellen, dass man nicht über’s Ohr gehauen wird? Etwas Sachverstand zu Börsen oder Anlagemodellen kann man sich in Büchern und im Internet holen. Dass man nie Zeit dazu hat, stimmt nicht – man hat ja auch Zeit für anderes. Man(n) hat nur oft keine Lust.

Dabei ist das Thema nicht so kompliziert, wie es aussieht. Bzw. verkaufen es einem viele Experten wohl extra kompliziert, damit man von ihrem Expertentum überzeugt bleiben kann. Mir gefällt das nicht.
Wissen und Sicherheit in einem Thema bekommt man nur, wenn man sich mit ihm beschäftigt. Das kann man bei den Finanzen genauso machen wie bei allen anderen Themen auch.

Dann ist es auch leichter, sich von der Bank beraten zu lassen. Und die Wahrscheinlichkeit ist geringer, dass die einem irgendwelchen Unsinn verkaufen. Die Bank ist an ihrem Abschluss interessiert. Und nicht unbedingt am Wohl des Kunden.
Das hat man 2008 bei Lehman Brothers gut gesehen: Damals waren auch einige tausend deutsche Anleger geprellt worden. Doch um nochmal auf das Ausgangsthema zurück zu kommen:

Mit Sicherheit ist das Finanzthema keines, bei dem man laut „Hurra“ schreit. Aber es ist – so wie Vorsorge – wichtig. Und daher sollte man(n) sich vornehmen, sich zumindest etwas damit zu beschäftigen.
Was ich auch tue. Und was jeder andere Mann auch tun kann.