Männer im Fitnessstudio

Ja, auch ich gehöre jetzt zu den Männern, die ins Fitnessstuio gehen. In erster Linie um Kalorien zu verbrennen und an zweiter Stelle für den Muskelaufbau. Nach der Ernährungsumgestellung und dem Umstieg von normaler Zigarette auf E-Zigarette nun noch der Sport – und der hat es in sich. Meine Wahl fiel auf das nächstgelegene Studio, was in meinem Fall JustFit ist, auch die Light-Variante, was den Service natürlich einschränkt, aber damit auch einen sehr niedrigen Preis mit sich bringt. Das soll aber jetzt kein Blogpost für das Studio sein, sondern mir geht es um die Sportler, denen ich dort jetzt schon so begegnet bin.

Das erste mal in Studio zu gehen, hat etwas komisches an sich, weil man denkt, alle anderen sind schon krass trainierte Sportler. Dem ist definitiv nicht so. Etwa 20% sind wirklich „Bodybuilder“, dann kommen die dünnen, aber fitten mit vielleicht 30%, gefolgt von den fitten Sportlern, aber nicht mehr ganz so dünnen, mit vielleicht 20% und dann der unsportliche Rest mit ca. 30% (zu dem ich mich zähle).

Egal zu welchen Zeiten man trainieren geht, man trifft häufig auf die gleiche Verteilung der Männer im Fitnessstudio und deren Stereotypen.

Der Selbstverliebte
Aufwärmen braucht dieses Exemplar nicht, denn er ist von Haus aus „heiß“ genug. Trainiert wird immer nur in Sichtweite zum Spiegel, er muss sich ja selbst bei den Übungen sehen können. Der Style ist wichtiger, wie die angemessene Sportkleidung. Nach jedem Trainingssatz wird alles gerichtet, was evtl. verrutscht sein könnte und ja ich meine hier alles.

Der Stöhner
Die Stöhnerei, die bei jeder ach so schweren Übung, durch das Studio schallt bekommt jeder mit. Er feuert sich auch selbst immer wieder an, damit auch jeder weiß, dass er „ready“ und voller „power“ ist. Es ist faszinierend diesem Exemplar zuzusehen, aber irgendwie stört es auch.

Der Tag-Teamer
Er trainiert nie alleine, sondern immer von 1-2 seiner Homies begleitet. Die stehen immer um die Geräte rum, die gerade vom anderen benutzt werden. Die Sätze werden immer abwechselnd unter allen durchgeführt und jeweils gejubelt, wenn einer mehr Gewicht drauf packt oder nicht die Schlagzahl vom Vormann erreicht.

Der Entspannte
Ihm geht es nicht um Kraftaufbau oder Ausdauer, er möchte einfach anwesend sein und damit sein Gewissen beruhigen. Es ist für jeden entspannend ihm zuzusehen, weil das eigene Training sich nicht mehr so hart anfühlt oder härter als es wirklich ist, wenn man sich vergleicht.

Der Disziplinierte
Er lässt sich beim Training nicht ablenken, kontrolliert seine Haltung und macht so weit alles Richtig meiner Meinung nach. Auch hier schaut man gerne zu, weil es dann sozusagen ein gutes Vorbild ist. Er trainiert auch immer die gleiche Zeit und in regelmäßigen festgelegten Abständen.

Es gibt glaube ich noch viele weitere Typen, die man bei den Männern im Fitnessstudio erkennen kann. Die Aufgeführten sind für mich die auffälligsten, weil man an Ihrem Training optisch oder akustisch nicht vorbeikommt.

Zu welchem Typen ich mich nun zähle, sage ich jetzt nicht, aber ich versuche so „normal“ wie möglich zu trainieren und mich nicht zu sehr beeinflussen zu lassen. Ein Besuch im Fitnessstudio ist also nicht nur für die körperliche Verfassung gut, sondern auch zur Unterhaltung hält es super her.