Warum Blogger nicht umsonst arbeiten

Mittlerer Weile kommen fast täglich Produkttest-Anfragen, Kooperationsvorschläge, PR-Meldungen und Content-Anfragen. Früher hat sich das in Grenzen gehalten, aber umso größer das Projekt wird umso mehr muss man auch Kommunizieren. Alleine das nimmt aktuell schon so 2-3 Stunden die Woche in Anspruch. Man will ja auch alle Anfragen bearbeiten, auch wenn teilweise kein Interesse an einer Zusammenarbeit besteht.

Manche Pressemitteilungen veröffentlicht man einfach so, weil einem das Produkt wirklich gut gefällt und man es schon kennt oder generell von der Marke überzeugt ist. Da fragt man gar nicht nach einem Sample zum Testen oder nach einer Vergütung. Wenn es aber grundsätzlich verlangt wird, dass man kostenfrei Dinge veröffentlicht, die an einen herangetragen werden, weil kein Budget dafür vorhanden ist, dann frage ich mich als Blogger, wer da die Marketingplanung übernommen hat. Denn da läuft was schief.

Mit AdBlockern und ähnlichem ist man heute auf Content angewiesen, denn man kann nicht alle Kanäle wie früher einsetzen, da nicht mehr die gleiche „Power“ dahinter steckt. Umso mehr wundert es einen dann, wenn PR-Agenturen eingeschaltet werden, die sicherlich nicht umsonst arbeiten, aber dann das Budget selbst einstreichen und nicht mal ein Produkt zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt wird.

Heutzutage kann man keinen Blog mehr kostenfrei betreiben, der ernsthaft Leser finden soll und ein gewisses Maß an Professionalität an den Tag legen möchte. Eigener Server bzw. Hostingplatz mit genügend Cache und Leistung schlägt da noch gering zu Buche. Damit man aber in den Suchmaschinen eine Chance hat, muss man nicht nur an den regulären Beiträgen arbeiten, sondern auch sehr viel Zeit in Optimierung des Blogs stecken. Sei es die Geschwindigkeit, die Bildoptimierung oder einfach nur Design und Meta-Daten die für alles mögliche abgestimmt und erstellt werden müssen.

Zudem kommt noch hinzu, dass man die Bilder die man im Blog verwendet selbst erstellt (zwecks Bildrechten) und somit auch die Ausrüstung kauft, wie z. B. Spiegelreflex-Kamera, Lichtzelt, Blitztechnik, usw. Schnell kommt man auf eine Menge Zeit die man einbringt, die einem von der Zeit abgeht, in der man mit einem anderen Job evtl. Geld verdienen würde und natürlich auch Materialkosten, die nicht ohne sind.

Alles in allem ist es kein Hobby mehr, wenn man viel Zeit und Geld investiert und da ist es meiner Meinung nach nicht zu viel verlangt, wenn man wenigstens ein Produkt zur Verfügung gestellt bekommt und dieses nicht noch kaufen muss, damit man darüber berichtet kann. Es sollte jedoch gekennzeichnet sein, wie in den Beiträgen bei mir, wenn ein Produkt kostenfrei zugestellt wird, aber das ist noch mal ein ganz anderes Thema.

Hoffe ihr Blogger gebt mir recht! Und bei den Agenturen hoffe ich, dass dieses Thema vielleicht einleuchtend ist, in der täglichen Arbeit und bei den Anfragen, die versendet werden.

Kommentar verfassen

Wenn sie die Seite weiter nutzen,
akzeptieren Sie die Nutzung von Cookies. Mehr Informtionen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close